Saturday, June 13, 2009

Saturday, December 13, 2008

Sunday, January 20, 2008

Monday, August 20, 2007

The Return of the almighty Porcupine Tree

Man fährt seinen Computer hoch und ein der ersten mails die mir mein GMail-Notifier anzeigt heisst "Copenhagen PreSale Information" und kommt von den "Residents of a blank Planet", dem Porcupine Tree Fanclub wo ich seit ein paar Tagen stolzes Mitglied bin. WOOOOOOT? PreSale ?? Langsam dämmerts mir und es schiesst durch meinen Kopf "SIE KOMMEN WIEDER !!!"

Auf jeden Fall freue ich mich jetz auf das PT-Konzert am 26.11.2007 diesmal in ner bissl grösseren halle als letztes Mal. Gerüchten zufolge soll der Support diesmal "Anathema" sein was auch ein Highlight wäre, da ich auch seit ca. 12 Jahre deren Dark-Pink Floyd-meets-Death Metal-meets-Selbstmordmusik-Mucke fröne. Jaja war ne dunkle Zeit damals ;)

Ein weiteres Konzerthighlight wurde auch gestern bestätigt. Iced Earth werden durch das Pumpehuset reiten und ich werde dabei sein. Für 100DKK (ca. 14 EUR) kann man sich das ja nicht entgehen lassen :) Weitere Konzerte im Herbst sind links in der Leiste unter Konzertkalender zu sehen.

Get ready 2 rock !

Norwegen der Rest vom Fest - kommt noch !

Für die Millionen Menschen, die immer noch auf die Fortsetzung des Norwegen Reiseberichts warten ein gute Nachricht: Es geht bald weiter. Und jetzt die schlechte: Ich weiss noch nicht wann es weitergeht :)

stay tuuuuuned !

Wednesday, August 01, 2007

22.7. Briksdalsbreen

Der heutige Tag soll ganz im Zeichen der Gletscher Norwegens stehen. Der erste Anlaufpunkt sollte das Gletschermuseum nahe Oppstryn sein. Das Preis-Leistungsverhältnis war sicher nicht optimal, als wir für 75 NOK pro Nase den Zutritt zu einem mittelgroßen Raum und einem (immerhin deutschsprachigen) Film über den größten Inlandsgletscher Europas, den „Jostedalsbreen“ und seinen Ausläufern. Nach einem Eis (das nicht das letzte in diesem Urlaub bleiben sollte) ging es noch in den Garten des Museums, in dem einige lokale Pflanzen und Steine ausgestellt sind und man herrliche Fotos von den umgebenden Bergen machen kann.

Nach dieser eher theoretischen Annäherung an das Thema „Gletscher“, ging es auf den Weg zum „Briksdalsbreen“, einer der leichter erreichbaren Zungen des Monsters aus blauem Eis. Bereits auf dem Weg dorthin konnte man die riesige Gletscherzunge weit in das Tal hineinragen sehen. Wir knipsten einiges an Fotos aus verschiedenen Entfernungen. Als wir am Parkplatz zum Gletscher angekommen waren, stellten wir fest, dass wir die ganze Zeit den Nachbargletscher fotografiert haben. „Unser“ Gletscher liegt ein Stück weiter in das Nachbartal hinein, was ein ganzes Stück (ca. 1 Stunde pro Richtung) Fußweg bedeuten würde. Odinseidank gibt es aber auch die Möglichkeit mit „Trollwagen“, kleinen grünen Dieselautos für 5 Personen, dort hinaufzufahren. Die Wagen sind mit blauen Plastikdecken ausgestattet, deren Sinn sich uns erschließt als wir fast direkt unter einem nicht ganz kleinen Wasserfall hindurchfahren. Nach kurzer Weiterfahrt erreichen wir die Endstation, von wo wir bereits die blau schimmernde Gletscherzunge, die zwischen 2 Bergrücken in einem blau-grünen Gletschersee herunterfliesst sehen können.

Nach kurzem Fußweg durch das Gebiet, das deutlich sichtbar vor nicht allzu langer Zeit noch vom Gletscher bedeckt war, kommen wir dem Eis-Gigant immer näher. In gleichem Maße nimmt die Vegetation ab, bis nach spärlichem Baumbestand und noch spärlicheren Sträuchen und Moosen am Ende nur noch eine arge Felswüste übrig bleibt, die mit ihrer grauen Farbe einen scharfen Kontrast zum strahlend blau-weißen Gletschereis bildet. Als wir uns bis an den Rand des Gletschers vorgearbeitet haben blieb uns erstmal der Atem weg, ob der Größe und Kraft dieses Ungetüms, das seit Tausenden von Jahren das Tal, in dem wir stehen geformt haben. Das, aus der Nähe noch viel blauer leuchtende Eis, schmilzt mit dem Geräusch eines kräftigen Regens auf der Unterseite ab und bildet mit diesem Wasser den eiskalten See am Fuße der Zunge. Nach diversen Fotos um diesen Moment, in dem ich die Eiszunge tatsächlich anfasse, machen wir uns wieder auf den Rückweg. Eigentlich haben wir mit dem Preis für die Trollwagen einen Platz für die Hin- UND Rückfahrt gekauft. Dabei war aber die Bedingung, dass wir nur 45 Minuten Zeit am Gletscher haben. Das würde dann, den Fußweg abgezogen, nur ca. 15 Minuten am Gletscher bedeuten, daher haben wir uns für den Rückweg zu Fuß entscheiden. Nachdem wir noch 2 Mini-Lawinen oben am Gletscher, die es aber nicht bis ins Tal schafften, bewundern durften, machten wir uns also auf den, gar nicht soooo langen Weg ins Tal.

Nach kurzem Rückweg gab es dann auf der Bank vor der Hütte Suppe zum Abendessen und es ging in die Heia. Morgen geht’s weiter auf den nächsten Campingplatz und endlich zum Buchladen um finally die letzte Episode der Saga um Harry Potter zu kaufen und zu verschlingen.

21.7. Dalsnibba und Geirangerfjord

So ist er denn endlich gekommen, der Tag, an dem der letzte Harry Potter Band erscheint … und ich bin im gottverlassenem Mittel-Norwegen und kein Buchhändler in Sicht ! WTF ! Trotzdem sollte es ein unvergesslicher Tag werden. Die Tour begann mit der Reise durch ein Tal mit unglaublichen Aussichten auf die Berggipfel um uns herum. Naja, eigentlich begann die Fahrt mit einer Meinungsverschiedenheit zwischen Solveig (dem Navi) und uns. Nachdem diese beigelegt war, gings aber, wenn auch über eine unbefestigte Nebenstraße (laut Solveig ne Abkürzung …) weiter. Die Fahrt war natürlich wider unterbrochen von mehreren Fotopausen um die Landschaft, die schneebedeckten Gipfel und das Tal auf unsere Speichkarten zu bannen. An einem blau und grün schimmernden Bergsee, in dem Eisschollen schwammen (und wir fahren hier im T-Shirt rum !) zahlten wir dann „Eintritt“ also die Maut für den sich den Berg heraufwindenen Serpentinen-Weg zum Dalsnibba. Auf dem Weg kam dan von unserem Fahrer die Frage, die vor einer Serpentinen-Kurve keiner hören will … „Geradeaus oder links rum ?“. Da ich diese Zeilen nicht auf einer Wolke sitzend und mit Jimi und Elvis Harfe spielend tippe, sondern vor unserer Hütte in Stryn, sind wir also linksrum gefahren …

Vom Gipfel man einen wahnsinnig schönen Ausblick auf die Berge drumherum und vor allen auf den oft in Norwegen-Reiseführern zitierten und noch öfter fotografierten Geirangerfjord. Dort lag gerade eins von ca. 100 Kreuzfahrtschifen, die den Fjord jedes Jahr anlaufen. Auf dem Dasnibba kann man überall verstreut hunderte von den Besuchern aufgetürmte Steinhaufen sehen, die die Bergtrolle gnädig stimmen sollen wenn man sich wieder auf den Abstieg macht, damit diese dann keine Steine hinter einen herwerfen. Also haben wir fix auch so ein Häufchen gebaut ... man weiss ja nie. Danach gings in den Souvenirladen, mit dem festen Vorsatz ein Eis zu kaufen. Nun ja was soll ich sagen … ich habe jetzt Mjöllnir, Thors (mein Namensgeber) Hammer an einer wunderschönen Stahlkette um den Hals hängen.

Nachdem wir uns den Geirangerfjord ausgiebigst von weitem angesehen haben wollten wir nun auch den Fjord vom Wasser aus sehen. Die Straße vom Dalsnibba bis nach Geiranger hatte noch einige atemberaubende Blicke auf den Fjord, die Berge und diverse Wasserfälle zu bieten. So langsam nimmt die Faszination an Wasserfällen übrigens ab. Nachdem am Anfang JEDER noch so kleine Mini-Wasserfall fotografiert wurde, man kannte ja fast nur die Wasserfälle im Harz und den Rheinfall in Schaffhausen, waren wir hier nun schon so weit nur noch außerdordentlich schöne oder große Exemplare zu verewigen … und von denen sollten heute noch ein paar Königsexemplare kommen. Aber vorher stand der Ort Geiranger, wo wir die Fähre nach Hellesylt entern wollten. Wie befürchtet hatten an einem Tag ohne auch nur den geringsten Anflug einer Wolke und 25° Celsius waren wir nicht die einzigen, die das vorhatten. Wir standen dann also in Bahn 3, was soviel heißt wie „Wenn wir euch irgendwo reinquetschen können kommt ihr noch mit“. Um diese Spannung aufrechtzuerhalten gingen wir also eine Runde durch den Ort, wir hatten ja noch ne Stunde Zeit. Der Ort selbst bsteht NUR aus Touri-Kram. Restaurant, Café, Souvenir-Shop, Tourist Information all sowat halt. Zu Gast war grad die MS Astor, eins der Traumschiffe (auch hier hätte ich meine Mutter anrufen können …) aus dem ZDF, das seine Rentnerfracht in den Ort entließ um dort die Rente zu verprassen. Nach einem Eis gings zurück zu Spur 3 und die Spannung stieg. Die Fähre legte grade an und die ersten Autos rollten hinein. Spur 1 leerte sich zusehends und wurde auch vorm Auffahren vom Fährpersonal abkassiert. Auch Spur 2 setzte sich in Bewegung und verschwand im Bauch des Kahns (nicht Oliver *schmunzel*). Als der Fährmann dann auch uns 450 NOK ärmer machte hiess es für uns grünes Licht zur Überfahrt oder besser „Leinen Los!“ zur Mini-Kreuzfahrt durch den Geirangerfjord, der übrigens seit 2005 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, wobei ich denke dass er eher zum WeltNATURerbe gehört. Nach der ersten Kurve und DEM Ausblick verfiel ich dann in Fjord-Trance, aus der ich nur durch die vereinzelten mehrsprachigen Durchsagen der Schifslautsprecher, dem Klicken meines Fotoapparats und dem ständigen russisch um mich herum (Lithauischer Reisebus war mit an Bord) herausgerissen wurde. Nach 10 Minuten kamen dann die „Sieben Schwestern“. 7 Wasserfälle nebeneinander, die ein unfassbares Naturschauspiel bieten während sich ihr Wasser teils als feiner Schleier dem Fjord entgegenstürzt. Hier hab ich dann wie wild auf den Auslöser meiner Kamera gedrückt und nicht nur ein paar Bilder geschossen. Auf der anderen Seite des Fjords, also genau gegenüber der Schwestern ist der Wasserfall „Der Freier“ zu bewundern, der schon seit Tausenden von Jahren um die Schwestern wirbt aber immer abgewiesen wird. Daher griff er zur Flasche, die man auch deutlich sehen kann, wenn man zwischen die beiden Ströme des Wasserfalles schaut. Danach gings weiter mit noch mehr Wasserfällen, verlassenen Bauernhöfen und unglaublichen Aussichten, die natürlich alle fotografiert wurden.

Nach der Ankunft in Hellesylt konnten wir gleich noch einen Wasserfall mit angrenzender Wassermühlenhütte bewundern. Oben am Berg muss es grad tüchtig geschmolzenes Eis gegeben haben, denn der Wasserdurchfluss war gewaltig ! Der örtliche Spar hatte leider schon eine halbe Stunde geschlossen, was den netten Besitzer aber nicht daran hinderte und trotzdem zu bedienen (versucht das mal in Deutschland !). Nach einen Hi-Speed-Grilleinkauf (Fleisch! yeeeha!) setzten wir auf einer der Hauptverkehrsadern in Mittelnorwegen (kein Scherz) unsere Tour in Richtung Stryn fort. Auf halbem Wege stand uns auf einmal eine Kuhherde (!) im Weg, die wir aber gekonnt umfahren konnten.

In Stryn auf dem Campingplatz angekommen machte die kleine Blondine an der Rezeption esmal nen guten Eindruck als sie mir ihre 2 (!!) Harry Potter Ausgaben zeigte, nachdem ich nach der Buchhandlung hier im Ort gefragt hatte. Und sie wollte mir keine ihrer Ausgaben verkaufen … Zicke ! Dann eben Montag ! *narf*

An der Hütte angekommen ham wir erstmal die beidem Einweggrills gezündet und Burger, Flaaaasch und Lachs darauf gebrutzelt. Die Burger waren lecker, das Fleisch nicht so lecker und der Lachs eine butterweiche wohlschmeckende Offenbarung für die Geschmacksnerven !

So gestärkt gings dann in die Nachtruhe um morgen einen Gletscher zu erklimmen. Guts Nächtle !

20.7. Molde

170km sind länger als man denkt wenn man durch so eine Landschaft fährt. Ständig muss man anhalten um die traumhafte Gegend (und davon gibt es ne Menge hier oben – wir befinden uns auf derselben nördlichen Breite wie Zentral-Alaska) auf virtuelles Zelluloid bannen. Während der Fahrt ging es immer weiter bergauf bin die Waldgrenze fast zum Greifen nah war. Es lag noch Schnee und überall hier kann man Waserfälle in verschiedensten Größen sehen. Wohlgemerkt, wir befinden uns hier auf der Hauptverkehrsstraße von Oslo nach Trondheim, also nicht auf irgendeinem gottverlassenen Bergweg oder so … aber weiter im Text. Wir fuhren also im Tal immer weiter dem Ziel entgegen und kletterten langsam immer weiter nach oben und in Richtung Isfjorden bis auf 1500m von wo es wieder hinabging nach Åndelsnes. Diese (seit 1996) Stadt liegt malerisch am Rand des besagten Isfjords an dessen Rand wir uns entlangschlängelten bis zu unserer ersten Fähre. Dieser Weg wurde dann natürlich von mehreren Fotopausen unterbrochen …Gegend wie gesagt. Nach einem 3km langen Tunnel unter dem Fjord hindurch, wo (Fjord-?)Wasser auf unsere Windschutzscheibe tropfte, erreichten wir die Jazzhauptstadt Norwegens Molde mit seinen 21.000 Einwohnern und 222 umgebenden Bergipfeln (nein ich hab sie NICHT gezählt …). Nach Spaziergang am Hafen gings auf die Jazzmeile mit erstaunlich rockiger Musik von der einen Bühne und den unvermeidlichen Indios mit Panflöte am Straßenrand (sind die denn überall ??!?). Ich hatte mir ja vorgenommen keine Klogeschichten hier zu posten, aber das UV-Licht auf diesem Klo am Hafen zwingt mich ja geradezu dazu. Nachdem man 5 NOK Eintritt abgedrückt hat kommt man also in eine Klozelle, die nur von einer tiefblauen Lampe ausgeleuchtet wurde .. was zur Hölle soll das ? Dann sollte es au den Hausberg Moldes den Varden gehen. Nach einigen Navigationsproblemen fanden wir dann auch die Straße dorthin, und was sich auf dem Weg an Aussicht ankündigt, hat einen dann auf dem Gipfel vollends aus den Socken. 360°-Panorama-Rundumblick auf die umgebenden teils schneebedeckten Gipfeln, den Moldefjord und in der Ferne sogar auf den Atlantik (den ich vorher noch NIE live gesehen habe !). Nach kleinem Spaziergang auf dem Gipfelplateau und einer halben Speicherkarte voll Fotos machten wir uns auf den 2,5-stündigen Rückweg in unsere Hütte an dem Fluß wo ein paar Kilometer weiter südlich gestern 2 Urlauber beim Rafting umgekommen sind. Also wird Rafting von der to-do-Liste gestrichen …

Nach lecker Dosensuppe als Abendesen ist es jetzt genau Mitternacht und es ist immer noch hell draußen … außerdem singt Gollum gerade zum ca. 100. Mal im norwegischen Fernsehen James Blunts „You’re beautiful“ als Werbung für „Die Rückkehr des Königs“ äähm sorry natürlich für „Atter en Kongen“ am Samstag abend. Damit beschließen wir diesen Tag und freuen uns auf unseren Umzug in die nächste Hütte in Stryn morgen, von wo aus es an den Geirangerfjord geht und der Jostedalsbreen-Gletscher unsicher gemacht wird … stay tuned und „har det bra“ …

19.7. Oslo – Hütte zwischen Dobre und Dombås

Es ist jetzt 23 Uhr und es ist immer noch taghell und die Sonne macht aber auch nicht die geringsten Anstalten das Licht auszumachen. Wir sind fast auf derselben nördlichen Breite wie Alaska und wir haben noch lange nicht den nördlichsten Punkt unserer Reise erreicht. Der wird nämlich mit Molde morgen gegen Mittag erreicht. Aber das ist Schnee von morgen …

Heute war hauptsächlich Reisetag mit 400km, die wir hinter uns gebracht haben. Dabei gab es nur einen Zwischenstopp an unserer ersten Stabkirche, die anscheinend ein Wallfahrtsort für Deutsche ist, da 2 deutsche Reisebusse dort standen und ihre eher ältere Fracht in die Holzkonstruktion und auf die Toiletten entließen. Die 40 NOK Eintritt pro Nase haben wir uns dann gespart und sind, nach kurzen Spaziergang, wieder zurück ins Auto.

Weiter gings auf die letzten Kilometer auf dem Weg in unsere Hütte (mit Dusche und WC). Die Hütte ist eigentlich ein kleines Ferienhaus, in dem 4 Leute locker einige Tage verbringen können. Nach kurzem Einkauf im Supermarkt und dem Genuss der Aussicht auf die umliegenden Berge und die Bereiche jenseits der Waldgrenze, die hier schon verdammt nahe ist, ist der Tag auch schon zu Ende. Draußen ist es immer noch hell genug um ohne elektrisches Licht lesen zu können aber trotzdem geht es gleich in die Heia … morgen ist Wecken um 7:30 damit wir gegen Mittag die 170km nach Molde hinter uns haben. Guts Nächtle !

Nachtrag: Aus Gründen, die sich mir nicht erschließen ist des nachts eine der Latten meines Bettes durchgebrochen … plöt …

18.7. Oslo

Nach viel zu frühem Wecken (7:30 !!) und Frühstück mit Gudbrandsdalost (traditioneller norwegischer Käse mit Karamel) gings mit dem Formel-1-Bus nach Oslo Downtown. Der Fahrer hat nicht nur sämtliche Verkehrsregeln missachtet sondern auch noch seinen Kumpels am Handy, natürlich OHNE Freisprecheinrichtung, davon erzählt. Nach dem Höllenritt waren wir dann am Hauptbahnhof angekommen und besorgten uns eine Tageskarte für Bus & Bahn. Die war mit 60 NOK (ca. 7 EUR) relativ günstig wenn man den Preis mit dem Höllenritt vergleicht, der uns 32 NOK (ca. 4,20 EUR) gekostet hat .. muss wohl der Express-Zuschlag gewesen sein …

Die nächste Station war dann das Sennheiser Nordic Büro in Nydalen, das ein wenig nördlich der Innenstadt liegt. Dorthin gings mit dem Zug, den wir mit Hilfe eines Bahnbediensteten auch gefunden haben. Dank der Urlaubszeit waren statt 5 Kollegen nur 2 anwesend, nämlich Roberth und sein Sohn Richard. Nach der kurzen Besichtigung der Räumlichkeiten haben wir noch die letzten Details für unseren Grillabend auf Roberths Boot besprochen und ich noch schnell MySpace Adressen mit Richard ausgetauscht. Zurück am Bahnhof enterten wir ein Internet Cafe um uns um unsere Unterkünfte für die nächsten Tage zu kümmern. 90 Minuten Surfzeit gekauft und los gings. Nach Horrorgeschichten von Roberth über Überschwemmungen und weggeschwommenene Hütten waren wir doch ein wenig skeptisch geworden ob es ohne Probleme möglich ist kurzfristig was zu bekommen. Die ersten Anrufe waren dann auch Nieten, aber dann fanden wir für jeweils 2 Nächte Hütte in Dombaas und Stryn – Odin sei Dank !

Für den Abend war ein Besuch auf Roberths Boot geplant inklusive kleiner Tour und Grillen. Roberth ist einer meiner norwegischen Kollegen und lebte ne zeitlang auf diesem Boot anstelle einer Wohnung. Da das Boot schlappe 17,5m lang ist und Schlafzimmer (!) für 8 Leute bereit hält war das aber auszuhalten. Vor dem Grillen steht aber das Einkaufen, also rein in den norwegischen Supermarkt namens „Coop“ direkt im Bahnhof. Allen Geschichten über norwegische Preise für Grillgut zum Trotz haben wir tatsächlich FLEISCH gekauft ! Aber dazu später … noch Soßen, Chips und Brot eingekauft und mit dem Bus (diesmal ohne Schumi am Steuer) auf den Weg zurück zu unserem Auto. Nach einer kleinen Irrfahrt durch die Gemeinde und 2 Anrufen bei unserem Gastgeber, haben wir dann endlich den Weg zum Hafen gefunden wo das Boot liegt. Um es noch mal zu betonen, „Boot“ trifft es nicht ganz … es ist mehr ein ausgewachsenes „Schiff“ das in der Lage ist aus eigener Kraft den Atlantik zu durchqueren. Das hat es auch bereits einmal gemacht, da es in North Carolina gebaut wurde. Kaum angekommen legten wir auch schon ab und machten uns auf in die Ausläufer des Oslo Fjords. Unser Ziel war es die Insel der Reichen und Schönen zu umrunden und deren millionenschwere Häuser zu bewundern. Zwischendurch überließ mir unser Kapitän kurz mit den Worten „Halt mal auf das gelbe Haus dort hinten zu …“ das Steuer und verschwand für lange (!) Minuten unter Deck. Nach langen Minuten zog das Boot auf einmal aus heiterem Himmel brutal nach links auf ein kleine Insel zu, geistesgegenwärtig und mich dabei vollschwitzend zog ich die Karre daran vorbei und rettete uns allen das Leben, wie ich dachte, bis ein lachender Roberth vom Steuerstand unter Deck hervorkam, von wo er gerade wild am Ruder gekurbelt hatte und sich königlich amüsiert hatte …

So schipperten wir also, mit Roberth am Steuer, an den Häusern vom Keyboarder von A-ha vorbei und (an dieser Stelle hab ich meine Mutter angerufen …) WENCKE MYHRE !!! Mir fiel direkt das knall*tröt*rote Gummiboot ein, und damit auch die goldenen Schlager aus den 60ern, und damit auch ein guter Kumpel, der ja tierisch auf diesem Schlagerkram abfährt (Danke Markus!). Mit Wencke und A-HA hat Roberth bereits als Sound-Engineer zusammengearbeitet, aber er hat Odin-sei-dank nicht nur mit Weichspülern und Schlager-Hupen arbeiten müssen sondern auch mit The Seigmen, einer korrekten Düster-Gothic-Rock (doppelt gemoppelt?) Truppe und den norwegischen Black-Metal-Göttern Dimmu Borgir (29.10. live in Kopenhagen *headbang*) !!! Nachdem ich mich nach einem spontanen Kniefall (Reflex …) wieder aufgerichtet hatte, legten wir nach unserer 2-stündigen Tour wieder im Hafen an und machten uns daran das Essen auf den Lavastein-Grill zu schmeißen.

Während Roberth die lecker krossen Barbecue-Kartoffeln und die scharfe Grüner Pfeffer-Peperoni-Soße zubereitete entdeckten wir, dass unser Grillfleisch-Schnäppchen nicht einzelne Steaks waren sondern ein 700g Stück Schweinefleisch, was im Gegensatz zu den Burgern und den Hähnchenfilets eher schwieriger zu grillen war. Lange Rede, kurzer Sinn man konnte es essen nachdem ich das verkohlte Äußere wegtranchiert hatte.

Nachdem Bier und Wein alle waren und die Uhr deutlich nach 2 zeigte, räumten wir so langsam das Achterdeck auf und bewegten uns in die bereits hergerichteten Kojen, allerdings nicht ohne eine Einweisung in die Schiffstoiletten zu bekommen … von wegen einfach spülen. So gings es denn in die kurze Nacht auf dem Oslo Fjord … n8 !

Tuesday, July 17, 2007

17.07. Kopenhagen - Oslo

Nach einer ersten spontanen Planänderung, Göteborg wurde nämlich vom Reiseplan aufgrund mangelnder Übernachtungsmöglichkeiten gestrichen, gings also los auf die erste Etappe der Norwegen Tour 2007 nach Oslo. Hier hab ich schon mal telefonisch unsere Zimmer im Holtekilen Vandrerhjem reserviert.

Vorher wurde noch kurz unser Stamm-Supermarkt geplündert (Knabberkram, Bier und Wein) und dann fuhren wir los in Richtung Öresund-Brücke. Die wurde dann auch erfolgreich überquert und wir konnten schnell in der Ferne den abgefahrenen relativ neuen, krass verdrehten (so wie dieses silberne Haus am Steintor in Hannover, nur ca. 250m höher) Wolkenkratzer in Malmö sehen. Weiter auf der E6 nach Norden an der schönen schwedischen Westküste entlang. Eine Rast an einer Tankstelle mit dem freundlichsten Bärenlogo dass ich je geshen habe inklusive. Highlight hier: Auf dem Klo war ein Handtrockner mit dem man sich auch durch das Drehen einer Klappe das Gesicht fönen konnte ! smart !

Nach 8 Stunden, einem Stau, einigen Tunneln und 3 Mautstellen (die Norweger nehmen ja für alles Maut !) waren wir dann am Ziel angekommen, wie unser Navi, das wir „Solveig“ getauft hatten, lauthals verkündete. Eine urig heruntergekommene Herberge im Westen von Oslo … fein. Da wir für morgen bereits eine andere Schlafstätte in Aussicht haben, und diese nicht mal bezahlen müssen (!) haben wir erstmal nur für eine Nacht eingecheckt. Schnell noch den Hühnereintopf aufgewärmt und mit kalten Würstchen und Brot vertilgt .. LECKER. Dazu gabs im Gemeinschaftsraum norwegisches Fernsehen. Das Bier war leider warm und blieb daher in der Tasche … außerdem ist eh im ganzen Haus Alkoholverbot.

Um die Gegend kennen zu lernen haben wir dann noch einen kleinen Spaziergang zur Tanke um die Ecke gemacht, da die Kartenzahlung akzeptieren und wir so zu unserem Eis als Nachtisch kamen und zu einer herrlich kalten Coke Zero. Weitere Spaziergänge hat dann der Regen vereitelt … war zwar noch hell is aber auch schon 23 Uhr durch gewesen.

Morgen geht’s um 8:30 zum Frühstück (Urlaub ?) und danach nach Oslo City, wo wir zur Mittagszeit bei meinen Arbeitskollegen aus unserer norwegischen Niederlassung reinschneien werden … und jetz erstmal gute Nacht :o)

Into the wild ...


Endlich ! In ca. 20 Minuten geht es los auf Tour durch Schweden und Norwegen ... die Route kann man auf dem Bild sehen ... demnaechst mehr Bilder und Text hier ...

1. Stop heute mittag: Goeteborg

Tuesday, July 10, 2007

die neue Nummer 1

Die Ohren klingeln noch aber das hindert mich nicht daran diese Zeilen zu tippen während ich "Dark Third" von "Pure Reason Revolution" höre. Diese 4 Jungs und 1 Mädel haben mich derart live überzeugt wie es mir vorher laut meiner Erinnerung noch nicht passiert ist. Und das ganze setzen sie gerade auch auf ihrem Studioalbium fort. Also nochmal offiziell: Pure Reason Revolution sind neben Aoria und Lingua meine dritte Entdeckung 2007, die es auf Anhieb geschafft haben mich zu fesseln.

Doch zurück zum Konzert im "Pumpehuset" heute abend. Entgegen meiner sonstigen Angewohnheit mich in der Nähe des Mischers aufzuhalten gings heute mal GANZ nach vorne, wo man mich glaube ich zuletzt bei den Ärzten im Capitol anno 1996 gesehen hat. Und der Platz hat sich gelohnt. Trotz der eigentlich akustisch ungünstigen Position war der Sound druckvoll und glakslar ... und es war erst der Support ! Das ganze Konzert von PRR stellte sich als eine durch Soundcollagen verbundene Reise durch Prog-Rock, Alternative, Grunge und (live selten so perfekt vorgetragene) mehrstimmige Gesänge. Nicht zu mäkeln ... Stage Acting, Songs, Technik .. ales sauber und daher glatte 1 an die Mitt-Zwanziger aus London. Plattenrezi ick hör dir trapsen :)

Nach erfreulich kurzer Umbaupause wurde es dunkel im Saal und auf der Leinwand im mit 600 Leuten seit Wochen ausverkauften Saal erschien das Plattencover der aktuellen CD "Fear of a blank planet". Und genau dieses Album stellte auch das Herzstück des Konzerts dar, da es in Gänze dem Publikum zum Fraß vorgeworfen wurde ... und sie fraßen ... nämlich dem Kopf der Band, Steven Wilson, aus der Hand. Exztra Jubel brandete auf als auf der Videoleinwand, deren Clips vom dänischen Künstler Lasse Hoile erstellt wurden, dänische S-Züge und eine hier gut bekannte Brücke und Häuserblocks zu sehen waren. Die Songs wurden wie von PT nicht anders erwartet perfekt und mit noch einer deutlichen Steigerung bei der Soundqualität in die Halle gedrückt. Wobei hioer das gedrückt auch wirklich wörtlich zu nehmen ist. Bis auf 2 Ausnahmen bei denen es ruhiger wurde gab es ordentlich was um die Matte (wer eine hat) zu schütteln. Der angezogene Härtegrad auf "Fear of a blank planet" machte sich auch im Live-Set deutlich bemerkbar.

Meine persönlichn Favoriten waren dabei allerdings "My Ashes" (wunderschön ruhiger Track von FoabP), "Anesthetize" (mit dem wunderschönen mehrstimmigen Mittelteil) und "Even Less" (ein PT Klassiker).

Nach diesem Konzert muss ich wohl dann auch verkünden, dass diese Konzert nun die echte und ungeteilte Nummer 1 in meiner ewigen "Mann war das geil"-Konzert-Liste ist. 2 absolute Hammerbands zum Niederknien so hautnah zu erleben mit perfektem Sound und perfekter Licht- und Videoshow da gibt es auf der Skala von 1 bis 10 nur eine Möglichkeit ... eine 11 !

Und so sehen die Bands aus die das unmögliche geschafft haben und Bands wie Metallica, Die Ärzte, Moonspell, Bon Jovi, The Cure usw. auf die Plätze zu verweisen ...

Pure Reason Revolution ...



und Porcupine Tree ...

a taste of Pure Reason Revolution ...

Nachdem ich mich eingehend mit dieser Band und ihrer Musik beschaftigt habe bin ich zum Schluss gekommen .. MEIN GOTT SIND DIE GEIL !!!

watch it ! der Song heisst "The Intention Craft" ...

PS: und die Saengerin ist auch schnuckelig ... erste Reihe ich komme ;o)

PPS: Wenn die Alben der Truppe in meinem Regal angekommen sind gibts ersmal nen Musiktipp ... jawollja



der Countdown laeuft ...

Gerade mal noch 12 Stunden bis das Doppelpack die Buehne im Pumpehuset erklimmt ... ich habe mich glaube ich seit JAHREN nicht mehr so auf ein Konzert gefreut wie heute ...

grade hoer ich nochmal auf der MySpace Seite von Pure Reason Revolution an was mich da heute als Support von Porcupine Tree erwartet und ich bin ernsthaft begeistert und befuerchte ich werde heute abend eine MENGE Kohle am CD & Merchandise-Stand lassen und dem bunten Strauss meiere Lieblingsbands eine weitere hinzufuegen. Nach den Berichten von Frank und Carsten vom Konzert in Berlin scheint das Package zusammenzupassen wie der vilzitierte Arsche auf den ebenso haeufig zitierten Eimer.

Falls ich vor lauter Gluecktraenen in den Augen nach dem Konzert noch was sehen kann gibts hier nachher mehr zu lesen ... so stay tuned